„Wollen Menschen auch künftig einen Mehrwert für die Ferien bieten!“

Interview mitInterview mit Riné van Dingstee, CEO der RCN Ferienparks

„Wir versuchen, in Entfernung einer Autofahrt Ferien anzubieten und das immer in der Nähe von Wald, Wasser oder Bergen“, erklärt Riné van Dingstee, CEO der RCN Ferienparks. „Dabei reicht unser Spektrum von der einfachen Rasenfläche zum Zelten über Holzhütten und Mobilheime bis zu sehr komfortablen Unterkünften aus Stein. Darüber hinaus ermuntern wir die Gäste zu Aktivitäten außerhalb unserer Parks, damit sie auch die Umgebung kennenlernen.“

Doch auch in den Parks wird den Besuchern einiges geboten, unter anderem Kinderanimation, Bowlingbahnen, Spiel- und Sportplätze sowie Restaurants, kleine Supermärkte und Verkehrskindergärten. Dem breiten Angebot entsprechend ist auch die Besucherstruktur sehr gemischt, wobei ältere Gäste und Familien den größten Anteil ausmachen. 60 bis 70% der Besucher sind Niederländer, doch auch Deutsche und Franzosen gönnen sich gerne eine Auszeit in der Natur.

Viele Stammgäste

Aktuell beschäftigt RCN 350 Mitarbeiter, deren Zahl durch Aushilfskräfte während der Feriensaison auf bis zu 1.000 steigt. Dabei verzeichnen die 18 Ferienparks einen Umsatz von 60 Millionen EUR. „Wir haben auch eine sehr hohe Anzahl an Stammgästen, die wir regelmäßig mittels E-Mails über unsere Aktivitäten informieren“, verdeutlicht der CEO.

Neue Kunden werden oft durch Empfehlungen zufriedener Besucher auf die Parks aufmerksam. Ansonsten setzt RCN bei der Akquise auch auf Onlinemarketing, zum Beispiel durch Suchmaschinenoptimierung, sowie auf die übersichtlich gestaltete Webseite, von der aus auch direkt gebucht werden kann. Auch telefonisch sind Buchungen über das eigene Kontaktcenter mit mehrsprachigen Beschäftigten möglich.

Park in der Vulkaneifel

„Wir sind nicht auf Kommerz aus“, sagt Riné van Dingstee. „Für uns ist das Geldverdienen Mittel zum Zweck, nicht das Ziel. Der menschliche Aspekt und gesellschaftliche Projekte, zum Beispiel soziale Aktivitäten für einsame Menschen, Ferien für Menschen, die es sich sonst nicht leisten können oder für kranke Kinder – das treibt uns mit an.“

Diese Einstellung ist sicherlich durch die Gründungszeit geprägt, denn ins Leben gerufen wurde RCN 1952 von der Reformierten Kirche der Niederlande, die seinerzeit den ersten Park RCN het Grote Bos in der Nähe von Doorn eröffnete. Heute ist RCN eine GmbH und betreibt neun Parks in den Niederlanden, acht in Frankreich und einen Campingplatz am Laacher See in der deutschen Vulkaneifel.

Nachhaltigkeit als Schwerpunkt

Obwohl RCN als modernes Unternehmen viele Prozesse elektronisch steuert, geht die Digitalisierung niemals auf Kosten der menschlichen Kontakte und der persönlichen Gastfreundschaft. Neben der individuellen Zuwendung hat sich RCN auch die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Riné van Dingstee: „Nachhaltigkeit ist einer unserer Schwerpunkte. Dafür haben wir sogar einen eigenen Sustainability Manager eingestellt. Wir setzen auf erneuerbare Energien und haben viele Photovoltaikanlegen. In unseren Restaurants verzichten wir weitestgehend auf Plastik und achten auf recycelbare Materialien.“

Neben dem Wohl der Gäste liegt dem Manager natürlich auch die Zufriedenheit der eigenen Belegschaft am Herzen. „Die Menschen sollen mit Freude bei uns arbeiten. Bei uns werden sie als Menschen gesehen und können eigenverantwortlich handeln.“ Vor allem in Deutschland möchte der CEO weiter expandieren: „Wir suchen Perlen in AAA-Lagen in der Natur, um Menschen auch künftig einen Mehrwert für die Ferien bieten zu können.“

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